Logbuch




Über unsere zahlreichen Aktivitäten und Unternehmungen berichten wir regelmässig in unserem Bordbrief. Berichte von besonderen Aktivitäten und Ereignissen finden Sie hier im Logbuch.

Ältere Artikel (seit 2009) finden Sie in unserem Archiv.

Besonders wichtig sind unserem Verein und dem gesamten Verband die beiden Ehrenmäler der Marine: Marine-Ehrenmal Laboe und U-Boot Ehrenmal Möltenort

01.12.2017 - MK Bad Camberg ist Verein des Monats Dezember in der "Leinen los!"


Unter dem Motto "Heimat für maritim Interessierte" berichtet die DMB eigene Zeitung über unsere MK. Den ganzen Artikel finden Sie hier.

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08.09.2017 - Die Camberger „Erlebnisnacht“


… oder: wie man mit einem Bordabend Geld verdient…

Wer sich für Geschichte interessiert, und hierbei insbesondere für die Geschichte des Mittelalters in Deutschland, der wird sich an ein Phänomen erinnern, dass man im allgemeinen „Raubrittertum“ nennt. Hierbei handelt es sich um adelige Ritter, die sich gänzlich unadelig und unritterlich an vorbeireisenden Kaufleuten und Bauern bereichert hatten. Die Camberger „Erlebnisnacht“ 2017 Just am 8.9 2017 – der besagten „Camberger Erlebnisnacht“ – bot sich uns wilden Recken der MK Bad Camberg die einmalige Chance, es diesen gepanzerten Langfingern ein wenig gleichzutun…
Eingebracht wurde diese Idee von Ritter Michael, dem Schrecklichen (… schrecklich innovativ und geschäftstüchtig! ...). Er wies mit Recht darauf hin, dass a) der Haupt-Trampelpfad des auszunehmenden Volkes unmittelbaren unsere Burg vorbei lief, und Die Camberger „Erlebnisnacht“ 2017 das b) ohnehin am selben Abend Ritterturnier, ääääh… , ich meine natürlich Bordabend wäre.
So fanden sich denn an besagtem Tag mehrere furchtlose Krieger an unserer Burg ein und schürten die Glut unter dem Rost. Doch entgegen der früheren Praxis, die zahlungsunwilligen Kaufleute und Bauern auf besagtem Rost zu martern, bis sie ihre Schätze preisgaben, konnte man uns modernen Nachfolgern einen gewissen, zivilisatorischen Fortschritt nicht absprechen! Wir entschieden uns nämlich dafür, den vorbeikommenden Reisenden das Geld mittels weithin duftenden Grillgutes aus der Tasche zu ziehen. Die Camberger „Erlebnisnacht“ 2017 Dennoch beschieden mir einige meiner Mitstreiter angesichts meiner vielleicht etwas zu aufdringlichen Methoden, unsere Ware anzupreisen, dass der einzige Unterschied zwischen mir und einem Raubritter der wäre, dass ich potentielle Kunden nicht vermittels Breitschwert und Armbrust zum Kauf einer Bratwurst genötigt hätte… zumindest NOCH NICHT…
Die Camberger „Erlebnisnacht“ 2017 Ob nun wegen oder trotz meiner Koberei – tatsächlich machten wir einen überraschend guten Umsatz, und das, obwohl diese Aktion ziemlich kurzfristig auf die Beine gestellt worden war. Wieder einmal beweist es sich, dass es nicht immer die monatelang im Voraus geplanten Events sein müssen, um zum einen die MK in der Öffentlichkeit zu präsentieren, und zum anderen für die Vereinskasse den einen oder anderen Euro zu verdienen….

© Ludwig Zrenner

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19.08.2017 - Das Seepferdchen-Battle – oder: der Weg ist das Ziel…


Wie vielleicht der eine oder andere von Euch noch weiß, erschienen die Vertreter der MK Bad Homburg letztes Jahr nicht nur viel zu spät zum von uns ausgerichteten Landesverbandstag (genaugenommen schlugen sie bei uns erst zum nachmittäglichen Grill-Ex auf…), Seepferdchen-Battle 2017 sie hatten auch eine – zumindest im ersten Moment – ziemlich abenteuerliche Erklärung dafür: sie hatten keinen anderen Termin gefunden, um gemeinschaftlich ihr Seepferdchen-Abzeichen zu machen!
Wir erinnern uns: im Regelfall ist man noch ziemlich klein und minderjährig, wenn man das Seepferdchen ablegt. Nachdem wir also dies vernommen hatten, begannen wir diskret, aber nachdrücklich bei unseren Homburger Gesprächspartnern nach irgendwelchen Anzeichen für übermäßigen Alkohol- bzw. Drogenkonsum zu suchen, konnten jedoch nichts Derartiges feststellen. Zum Glück erkannten Theo Herrmann, 1VO der Bad Homburger, und seine mitgereisten Kameradinnen und Kameraden unsere Verwirrung und klärten uns auf…
Bekanntermaßen hat ein großer Teil der Bad Homburger Besatzung weder in der Bundesmarine noch überhaupt in irgendeiner Teilstreitkraft des deutschen Militärs gedient. Seepferdchen-Battle 2017 Aufgrund ihrer Mitgliedschaft beim DMB fühlten sie sich jedoch der seefahrenden Zunft auf’s Engste verbunden, weshalb ihnen irgendwann klar wurde: ein echter MK‘ler muss schwimmen können! Und das sollte dann auch von öffentlicher Seite geprüft und dokumentiert werden! Daher also das Seepferdchen.
Der Nachmittag nahm mit angeregten Gesprächen seinen Fortgang, die Homburger hatten als Gastgeschenk eine Flasche 60%igen Rum dabei, welchen sie solgleich öffneten und ausschenkten… und so kam es, wie es kommen musste: einige von uns – allen voran unser GröVoZ Stone, der „…vorwärts stürmt, wo Engel furchtsam weichen…“ – hielten es für eine prima Idee, uns an der nächsten derartigen Aktion zu beteiligen!
Die Organisation des entsprechenden Events nahm jedoch angesichts des allseitig herrschenden Berufs- und Freizeitstresses einige Zeit in Anspruch – fast genau 14 Monate! Doch schließlich – nach allerlei Irrungen und Wirrungen im Vorfeld – stellten sich 10 unserer tapfersten Recken im Schwimmbad Oberursel im Morgengrauen den Bad Homburger Wasser-Hooligans zum Duell um das DLRG-Schwimmabzeichen in Bronze (Irgendwie hatte sich das mit dem „Seepferdchen“ bei uns so eingebürgert, dass wir der Einfachheit halber beim „Seepferdchen-Battle“ blieben…). Das mit dem Morgengrauen ist wörtlich zu nehmen: Sammelpunkt war um 8 Uhr am Schwimmbad Oberursel, was bedeutet, dass wir Camberger als Auswärtige AM HEILIGEN SAMSTAG (!!!) teilweise mitten in der Nacht aufstehen mussten (In meinem Fall 4:30 Uhr. Um mich am Wochenende um dieses Zeit wach zu bekommen, müssen mir normalerweise Aktivitäten in Aussicht gestellt werden, die hier im Bordbrief besser unbeschrieben bleiben…). Seepferdchen-Battle 2017 Den Vogel jedoch schoss Ralf ab, der als Schichtler gerade von der Nachtschicht kam und nach Zeugenaussage seiner Holden in den vorangegangenen 48 Stunden gerade mal 3 Stunden geschlafen hatte!
Das zu bewältigende Programm klingt auf den ersten Blick unspektakulär: Sprung vom Beckenrand, danach 200 m schwimmen in max. 7 Minuten sowie die Kenntnis der Baderegeln. Doch nicht wenige von uns hatten angesichts des Zeitlimits doch ein paar Bedenken – allen voran ich, der ich auch in jungen Jahren alles andere als ein schneller Schwimmer war (Ein Sportlehrer nannte mich mal einen „Nordkaper“ und erläuterte mir, das wäre eine Wal-Art, die von englischen Walfängern gerne „The right whale“ genannt wurde, weil er so langsam schwimmt, dass er auch von Ruderbooten sehr viel leichter als andere Wale zu harpunieren wäre. Aufgrund dessen wäre der „Nordkaper“ beinahe ausgerottet worden… Ich fand schon damals, dass das keine pädagogisch wertvolle Methode war, einen Schüler zu motivieren…). Einige von uns hatten die Distanz bereits testweise geschwommen und alles andere als ermutigende Ergebnisse erzielt. Seepferdchen-Battle 2017 Doch nach dem Motto „Lieber den Tod als die Schande!“ stürzten wir uns schließlich doch wagemutig in die überraschend angenehm temperierten Fluten des Oberurseler Freibades.
In unserem Starterfeld wurde so ziemlich jeder denkbare taktische Kniff ausprobiert, um die Distanz in der geforderten Zeit zurückzulegen: Angefangen bei den Schnellstartern, denen naturgemäß in der Mitte der Distanz ein konditionelle Einbruch drohte, über die Fraktion „Etz amol gaaaaanz laaaaangsam…“, die im letzten Drittel der Distanz einen ordentlichen Endspurt hinlegten, bis hin zu den Anhängern eines konstanten Schwimm-Tempos vom ersten bis zum letzten Schlag war alles dabei. Und es kamen auch fast alle von uns ans Ziel. Lediglich unser Hartmut musste in der Hälfte Distanz aufgeben. Nach meiner Ansicht war es einfach nicht das richtige, ökologische Umfeld für unseren Malermeister. Wahrscheinlich hätte er sich einen mit Verdünnung getränkten Lappen unter die Nase binden müssen, um seine volle Leistungsfähigkeit aktivieren zu können!
Nachdem der Wettkampf erfolgreich absolvierte war, stellte sich uns mutigen Recken der Bad Camberger MK die nächste Herausforderung: es war gerade mal 9 Uhr morgens, jedoch das Sommerfest der Bad Homburger MK heute erst gegen 16 Uhr beginnen! Und irgendwie hatte keiner von uns Lust, jetzt nach Hause zu fahren, um in ein paar Stunden wieder nach Bad Homburg zu fahren! Einige von uns lösten das Problem auf eine radikale, jedoch ziemlich effektive Weise, indem Sie auf die Teilnahme am Sommerfest verzichteten und nachdem Schwimmevent gleich nach Hause fuhren. Jedoch, wie wir alle wissen: der harte Kern ist immer klein! So suchten sich denn unser GröVoZ Stone, unser 2WO Doc, Familie Rott nebst Sohn Flori und meine Wenigkeit ein nettes kleines Lokal in der Innenstadt von Bad Homburg, um die Wartezeit bei dem ein oder anderen alkoholhaltigen Kaltgetränk in dem gemütlichen Biergarten auszusitzen. Mit Blick zum Himmel hatten wir zwar immer wieder mal gewisse Zweifel, ob das Wetter an diesem Tag eine Sommerfestfreundliche Version beibehalten könnte. Seepferdchen-Battle 2017 Doch der Wettergott hatte angesichts unserer frühmorgendlichen Betätigung vermutlich entschieden, dass wir an diesem Tag schon genug Feuchtigkeit von außen abbekommen hätten. So drohten denn die dunklen Wolken nur, ohne ihre Ladung auf uns abzulassen.
Als es dann schließlich 16 Uhr war, verließen wir in der entsprechenden Feierlaune unser Lokal, und strebten dem Vereinsheim der Homburger zu. Dort angekommen wartete auch schon die nächste Herausforderung auf uns: laut Aussagen des dortigen Servicepersonal als würde der Grill erst so gegen 18 Uhr angeworfen werden! Da wir Bad Camberger zu diesem Zeitpunkt noch kaum feste Nahrung zu uns genommen hatten, verwandelte diese Information unser bis dahin nur latent vorhandenes Hungergefühl in ein drängendes Problem! Seepferdchen-Battle 2017 Nur dank dem entschlossenen Handeln unserer vereinseigenen Marketenderin Anne, die kurz entschlossen eine nahegelegene Pizzeria aufsuchte und mit zwei Pizzen wieder zurückkam, konnte der nahe Hungertod abgewendet werden!
Ich für meinen Teil hatte beschlossen, den legendären Rum-Beständen der MK Bad Homburg näherzutreten. Rückblickend kann ich nur bestätigen, dass die Geschichten über den Rum im dortigen Vereinsheim alle der Realität entsprechen: er ist von erlesener Qualität und, was noch wichtiger ist, in mehr als ausreichender Menge vorhanden!
Schließlich wurde dann doch der Grill angefeuert. Neben diversen Stücken toten Tieres vom Grill gab es auch noch vielfältigste, leckere Salate. Trotz der Notfall-Pizza von Anne war, zu mindestens bei mir, immer noch ein gehöriges Hungergefühl übrig, was mich insgesamt zweimal an die Essensausgabe trieb. Außerdem wollte ich sichergehen, dass die 2 oder 3 Rum, die ich mittlerweile schon intus hatte, in meinem Magen nicht allzu sehr ihr Unwesen treiben.
Schließlich, nach sehr vielen, sehr guten Gesprächen, und - soweit ist mich betraf - mehreren Gläsern exzellenten Rums beschlossen wir, die Heimreise anzutreten. Hierfür hatte Stone seinen Schwager nebst Kleinbus akquiriert. Dieser brachte uns nicht nur in seinem sehr geräumigen und bequem im Fahrzeug nach Hause, er hat in weiser Voraussicht sogar für ein Sixpack Fahr-Bier gesorgt! So kann dieses Event, trotz gewisser, organisatorischer Schwierigkeiten doch als eine gelungene Camberger/Homburger Veranstaltung betrachtet werden! Die Pläne für das Schwimmabzeichen in Silber sind bereits in Arbeit...

© Ludwig Zrenner

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12.08 2017 - Gaby Fahrt 2017 - oder „Titanic“ vs. „Gaby“


Die meisten von euch werden sich mit Sicherheit noch an den Film „Titanic“ von 1997 erinnern (die Kameradinnen wollten, die Kameraden MUSSTEN ihn sehen…). Dass ich den Film über dieses stolze, jedoch vom Unglück verfolgte Schiff mit unserer letzten Gabi-Fahrt in einen Artikel packe, hat durchaus einen Grund. Betrachten wir Film und Event doch einmal im Vergleich...

1. Titanic
Vor, während und nach dem Untergang des Schiffes war immer wieder Celine Dions Welthit „My heart will go on!“ zu hören. Gabyfahrt 2017 Leonardo DiCaprio und Kate Winslet schafften mit diesem Film ihren internationalen Durchbruch, indem sie entweder allein oder zu zweit am Bug besagten Schiffes standen, um irgendwelche merkwürdigen Sachen in den Nordatlantik hinaus zu brüllen. Später kommt der Eisberg, erwischt die Titanic voll, worauf das Schiff anfängt zu sinken. Die Band spielt, die Party im Salon geht weiter, jedoch am Ende sind alle ertrunken oder sitzen in irgendwelchen Rettungsbooten.

2. Gaby-Fahrt
Die Unterschiede beginnen schon bei der Musik. Während unserer fast einstündigen Fahrt mit dem gecharterten Bus umschmeichelte uns anstelle von Celine Dion deutsche Volksmusik. Schon allein das lies nichts Gutes ahnen...
Gabyfahrt 2017 Später auf dem Schiff waren Kate Winslet und Leonardo DiCaprio weit und breit nicht zu sehen. Dafür standen mehrere Kameradinnen zwar nicht am Bug, sondern auf der Brücke unseres Schiffes und pilotierten uns über den Main. Die Tatsache, dass ich dies gerade niederschreibe, zeigt deutlich, dass sie ihre Aufgabe ziemlich gut gemacht haben.
Nun zum Eisberg. Kurz gesagt: sollte mein Tod ähnlich wahrscheinlich sein wie die Kollision mit einem Eisberg auf dem Main im August, so werde ich wahrscheinlich ewig leben! Nichtsdestotrotz überstand unser schmuckes Schiff die besagte Fahrt nicht ohne Blessuren. Um dem kommerziellen Schiffsverkehr auf dem Main auszuweichen, musste unser Skipper die Fahrrinne verlassen. Aufgrund des zum damaligen Zeitpunkt herrschenden Hochwassers konnte er den Felsen, auf dem wir mit ziemlich hoher Fahrt auf und, leider nicht sehen.
Gabyfahrt 2017 Film und Event hatten auf alle Fälle eine Sache gemeinsam: nach der Kollision brach erstmal Panik an Bord aus! Diese reichte von „Hilfe, wir werden sinken!“, ausgerufen durch die anwesenden Damen bis hin zu „Hilfe, das Bier wird verschüttet!“ von den anwesenden Herren! im Gegensatz zur Titanic kann die Gaby mit Fug und Recht behaupten, zweimal getauft worden zu sein… das zweite Mal sogar mit Bier! Gabyfahrt 2017 Nachdem die Panik abgeebbt und das verschüttete Bier in Ermangelung von Lenzpumpen mit der Hand von Bord geschafft worden war, ging die Party erst richtig los. Wir feierten unser Leben, und die Tatsache, dass wir gerade eine Schiffshavarie überlebt hatten! Zwar mussten nach der Fahrt diverse Kleidungsstücke angesichts des ihnen anhaftenden Bier-Aromas in die Waschmaschine, doch niemand musste in irgendwelche Rettungsboote einsteigen! Tote gab es auch keine… Mal abgesehen von diversen, einstmals vollen Bierdosen, welche leider viel zu früh von uns gegangen sind…

Alles in allem mal wieder ein erfolgreiches, erinnerungswertes Event der Marinekameradschaft Bad Camberg.

© Ludwig Zrenner

Gabyfahrt 2017

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5./6.08.2017 - Höfefest – ein erstklassiges Highlight im August


Alle Jahre wieder Anfang August, locken die Vereine der Stadt Bad Camberg die Besucher zum traditionellen Höfefest mit Kunsthandwerker Markt.
Höfefest 2017 Alle Jahre wieder macht sich auch unsere MK bereit, den Hof des Malerfachgeschäftes Rott zu öffnen und Gäste zu empfangen. „Alle Jahre….“ - nun ja, dieses Jahr zumindest schon zum vierten Mal! Und obwohl es nach Routine klingt, ist es doch immer wieder spannend zu sehen, was die Planung so ergibt. Und es ist schon einiges zu planen. Höfefest 2017 So begann es diesmal schon Ende letzten Jahres. Man muss sich frühzeitig Bänke, Tische, Theken, Sonnenschirme und Kühlgeräte sichern. Auch hat sich die Live Musik am Samstagabend als Besuchermagnet erwiesen. Und so ging Hartmut Anfang des Jahres wieder auf die Suche nach einer geeigneten Band, die uns ihre musikalischen Künste darbieten will. Auch das Personal für zwei Grillstationen, die Theke und die Gästebetreuung muss organisiert und eingeplant werden. Und nicht zu vergessen der Auf- & Abbau des Ganzen…. Was auch kein Zuckerschlecken ist. Ok ok, das hört sich jetzt nach viel Stress und Arbeit an, was aber auch ist. Allerdings darf man bei all den Anstrengungen nicht den ganzen Spaß an den zwei Tagen Höfefest vergessen! Die bunte Schar an Besuchern – viele bereits Stammgäste bei uns. Höfefest 2017 Die glücklichen und zufriedenen Gesichter der Besucher, die sich bei uns einfach nur wohlfühlen. Dies lässt auch den gefühlt „tausendsten Gang“ die Stahltreppe hoch vergessen. Genug der Vorrede. Was war dieses Jahr los?

Auf Anregung einiger Gäste letztes Jahr, begradigte Florian bereits Donnerstagabend die abschüssigen Teile des Hofes. Zu diesem Zeitpunkt hatte unser Getränkelieferant Klippel bereits das Equipment und die Getränke geliefert. Höfefest 2017 Premiere hatte dieses Jahr der Kühlwagen, der das Thema „wie halten wir die Drink’s kalt“ zum Kinderspiel machte. Auch die Bühne für die Band wurde durch Florian und Max – unsere Kooperation mit Unikum Bar & Grill – im Hof nebenan aufgebaut. Freitagabend ging dann es dann zu acht mit dem eigentlichen Aufbau los: Zelt aufbauen, Tische und Bänke stellen, Theke aufbauen, Grillstationen einrichten, Illumination installieren, dekorieren, …. Es sind schon einige Handgriffe nötig, um einen Hof in ein Wohlfühlparadies zu verwandelt. Aber auch zeigen sich harte Marine’s von ihrer kreativen Seite! Und um Mitternacht war der Aufbau inkl. Einem Absacker geschafft.

Nach kurzer Nachtruhe ging es Samstag um 9:30 mit restlichen Vorbereitungen weiter. Brötchen und Fleisch kaufen, die restliche Dekoration platzieren, Hinweisschilder aufstellen, die Grill’s anheizen, etc. Ab 11:00 waren wir dann bereit für die Gäste, die auch nicht lange auf sich warten liessen. Der Tag ging wie im Fluge vorbei. Viele Besucher kamen und gingen und wir hatten alle Hände voll zu tun. Höfefest 2017 Um 17:00 kam dann auch schon die Band „Fischermans Friends“ und baute ihr Musik- und Lichtequipment auf.
Pünktlich um 20:00 begann die Truppe dann mit ihrer Liveperformance. Mit Liedern von ZZ Top, Deep Purple, Steppenwolf, Metallica und vielen weiteren Klassikern der Musikgeschichte, heizten sie den sehr zahlreichen Zuhörern der beiden Höfe mächtig ein. Höfefest 2017 Nach unzähligen Zugaben war das Highlight aber dann – gefühlt viel zu kurz – gegen Mitternacht vorbei. Auch der Band selbst muss es sehr viel Spaß gemacht haben, denn deren Chef Uwe sagte spontan für das nächste Höfefest zu. Höfefest 2017

Und nach einer noch kürzeren Nacht, ging es am Sonntagfrüh bereits mit einigen Weh-Weh‘chen schon wieder weiter. Und was soll ich sagen: auch der Sonntag war dank der zahlreichen Besucher sehr kurzweilig und unterhaltsam. So mussten wir, trotz noch gut besuchtem Hof, um 18:00 langsam aber sicher den Abbau einleiten. Höfefest 2017

Ich könnte noch seitenweise von der Veranstaltung schreiben und Anekdoten berichten … z.B. von einer Gruppe Belgier, die extra für einen Besuch bei unserer MK ihre Urlaubsrückreise unterbrachen, …. Aber eines erwähne ich noch ausdrücklich zum Schluss:

VIELEN DANK an alle Helfer für die top Unterstützung, an alle Gäste und Besucher für das große Lob an uns und die super Stimmung!!!
Es hat sehr viel Spaß gemacht und auf ein Neues beim Höfefest 2018!!

Höfefest 2017

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17.07.2017 - Gastbeitrag zum Thema Sicherheit im Wasser und an Bord


Sicherheit im Wasser und an Bord Ob schwimmen, tauchen oder Boot fahren – seit Menschengedenken geht vom Wasser eine unglaubliche Faszination aus. Leider sind Badeaufenthalte und Bootstouren ebenso mit Gefahren verbunden. Die Anzahl der tödlichen Wasserunfälle beweist, wie wichtig das Schwimmen tatsächlich ist: Im Jahr 2016 starben 537 Menschen in deutschen Gewässern. Nichtschwimmer zählen vorrangig zu den Opfern. Dies wird von der Tatsache unterstrichen, dass immer weniger Kinder schwimmen lernen bzw. die Anzahl der absolvierten Schwimmabzeichen zurückgeht.
Die Fähigkeit, schwimmen zu können, ist jedoch erst Voraussetzung für einen sicheren Aufenthalt auf einem Boot – und das jedweden Typs.

Sicher in See stechen: Die richtige Vorbereitung ist das A und O
Eine Bootstour bietet gleichermaßen Unterhaltung und Freude für Jung und Alt. Unvorbereitet sollte allerdings kein Kapitän Anker lichten. Bootssicherheit beginnt mit der Überprüfung der vorhergesagten Wetterlage. Wer die aktuellen Informationen über Wind, Tidenhub, Bewölkung, Regenwahrscheinlichkeit, Strömung und Wellengang einholt, umgeht viele Gefahren.
Sicherheit im Wasser und an Bord Ein Sicherheitscheck zählt ebenfalls zu den vorbereitenden Maßnahmen, bevor das Schiff den Hafen verlässt. Der Schiffsführer stellt sicher, dass alles an Bord problemlos funktioniert: Besonderes Augenmerk legt er dabei auf die Überprüfung des Schiffsmotors. Das Vorhandensein einer adäquaten Sicherheitsausrüstung sollte ebenfalls erfüllt sein. Ob Rettungsweste, Erste-Hilfe-Kasten oder Stechpaddel – ohne eine vollzählige Sicherheitsausstattung sticht kein Boot in See. Gleiches gilt für eine angemessene Bekleidung. Diese richtet sich nach den vorherrschenden Wetterbedingungen.

Eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön!
Auf dem Wasser gelten wie an Land gewisse Bestimmungen. Höchste Priorität haben hierbei die Vorfahrtsregeln. Diese sorgen für einen sicheren Verkehr auf dem Wasser. Schneller als gedacht befinden sich Boote in Sicherheit im Wasser und an Bord Kollisionsgefahr. Um solch einen Zusammenprall zu vermeiden, halten sich alle Bootsführer an die Kollisionsverhütungsregeln (KVR) der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Neben den Verkehrsregeln auf dem Wasser bergen die Boote selbst gewisse Gefahren. Einige Besonderheiten gelten bei Sportbooten wie beispielsweise Motorbooten, aber auch Ruder- und Tretbooten sowie Jet Skis. Mit diesen Gefahren macht sich die Besatzung vor jedem Auslaufen vertraut. Sicher am Ziel auf hoher See angekommen, freuen sich die Mitreisenden auf das Baden und Ankern. Solch eine Stelle will gut gewählt sein: Sie liegt am besten außerhalb der Strömung in einer geschützten Bucht.

Mangelnde Sicherheitsvorkehrungen führen häufig zu Unfällen. Ob Benzinmangel, eintretendes Wasser oder andere Schwierigkeiten – findet ein Boot nicht mehr den Weg zurück an Land, muss die Besatzung rechtzeitig Hilfe rufen. Damit Überraschungen auf hoher See erst gar nicht geschehen, sollten sich alle Reisenden ausreichend vorbereiten. Vor dem Auslaufen, während der Fahrt und beim Ankern – befolgt die Besatzung einige Vorschriften und Regelungen, wird die Fahrt auf dem Wasser garantiert zu einem sicheren Abenteuer. Wichtige Tipps und Anregungen rund um das Thema Wassersicherheit gibt es jetzt kostenlos im E-Book „Sicher am, im und auf dem Wasser“.

© Charleen Tesch - NeoAvantgarde

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10.06.2017 - Landesverbandstag 2017 in Wetzlar


Der Landesverbandstag ist, aus Sicht der Verbandsarbeit im DMB, immer das Highlight des Jahres für jede MK. Wir haben es ja durch die Ausrichtung des LVT im letzten Jahr in den eigenen vier Wänden erfahren dürfen.
Die Ladung für dieses Jahr erfolgte für Samstag den 10. Juni ins Vereinsheim „Achtern Diek“ zur Marinekameradschaft Wetzlar. Unser 1. Vorsitzender Matthias und meine Wenigkeit freuten uns auf den Tag, wobei es ja auch noch direkt „um die Ecke“ war.
Doch genau dies, stellte sich als die größte Herausforderung an diesem Tag dar. Durch eine Vollsperrung auf der B49, mussten wir uns – zusammen mit gefühlt einer Million anderer Fahrzeuge – durch Nebenstraßen nach Wetzlar quälen. Auch der reichlich bemessene Zeitpuffer war da schnell aufgebraucht, sodaß wir erst mit einigen Minuten Verspätung am Tagungsort eintrafen. Allerdings ging es nicht nur uns so und zum Glück gibt es heutzutage Navigationssysteme!
Nach der Eröffnung der Sitzung durch den Landesleiter Harald Mäßer, den üblichen Grußworten und dem Todesgedenken, kamen wir zum Topthema des Tages. Über die aktuellen Vorgänge im DMB und dessen Arbeit für den Verband und einzelnen MK’en berichtete der Vizepräsident des DMB und Vorsitzender des Sozialwerkes Dr. Michael Stehr. Neben personellen Veränderungen im DMB Vorstand und der Ressort-Mitarbeiter, stand die Unterstützung der einzelnen MK’en durch den DMB im Vordergrund des Vortrages. Hierzu gab es insbesondere im Bereich der Werbemittel sehr viel Neues zu erfahren. Nach seinem Vortrag stellte sich Kamerad Stehr einer lebhaften Diskussion mit den Teilnehmern.
Nach einer obligatorischen Raucherpause wurden dann die formalen Tagesordnungspunkte abgearbeitet. Der Landesleiter und die Gruppenleiter stellten ihre Jahresberichte vor. Für die Südgruppe stellte sich unser neuer Leiter Karl-Heinz Nothaft vor. Dieses Jahr stand auch die Wahl/Bestätigung des Landesleiters und der Gruppenleiter an. Diese wurden alle einstimmig in ihren Ämtern bestätigt:
- Landesleiter: Harald Mäßer
- Gruppenleiter Nord: Hans-Ewald Depkat
- Gruppenleiter Mitte: Manfred Roth
- Gruppenleiter Süd: Karl-Heinz Nothaft

Nach dem schmackhaften Mittagessen und dem Gruppenfoto fuhren viele Teilnehmer mit dem Landesleiter nach Giessen zur Bootsfahrt auf der Lahn.

Der Landesverbandstag 2018 wird am 2. Juni bei der MK Kinzigtal stattfinden – und wir sind ganz sicher auch wieder dabei.

Landesverbandstag 2017 in Wetzlar

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30.04/01.05.2017 - Tanz in den Mai und Maigrillen 2017


…oder: von Bad Camberg über Miami in die arktische Tundra…

In den Jahren, die ich jetzt schon bei unserer illustren MK bin, hatten wir zu diesem Event an Stimmungen und Wetterlagen schon so Einiges: von sommerlich gechillt über kühl und trotzdem schön bis hin zu Unwetter, Hagel und einem daraus resultierenden „Jetzt erst recht!“-Gefühl. So gesehen könnte man sagen, dass der diesjährige Tanz in den Mai sowie das am nächsten Tag folgende Mai-Grillen quasi eine Art Best-Off aller aufgetretenen Wetterlagen und Gefühlszustände darstellte. Aber der Reihe nach…

Der Tanz in den Mai: karibische Gefühle...
Auch dieses Jahr war unsere frühere Eventlocation nicht benutzbar. Einige von euch haben vielleicht die Bilder vom Grillplatz in Selters gesehen, die verdächtig an ein kanadisches Holzfällercamp erinnern. Tanz in den Mai und Maigrillen 2017 Obwohl es den einen oder anderen von uns in den Fingern juckte, die Motorsäge zu zücken und die Sache in die eigenen Hände zu nehmen, hielten wir es schließlich doch für besser, in mittlerweile bewährter Weise den Tanz in den Mai im Heimathafen abzuhalten. War diese vor Veranstaltung zum alljährlichen Mai-Grillen bislang eine mehr intime Veranstaltung, so lief sie dieses Jahr unter dem Motto „Viel Volk“ und „Family and Friends“. Zumindest ich für meinen Teil habe bislang noch nie eine derartig große Teilnehmerzahl beim Tanz in den Mai erlebt. Und es waren nicht nur viele, sondern auch die richtigen Teilnehmer. Dies zeigte sich insbesondere zu vorgerückter Stunde, als wir in bisher ungeahnter Weise den anbrechenden Wonnemonat mit ekstatischen Fruchtbarkeitstänzen einläuteten. Teilweise waren - man höre und staune - mehr Tänzer auf der Tanzfläche als Trinker an der Theke. Die Tatsache, dass es – anders als sonst bei dieser Veranstaltung früher üblich – erstmals Kölsch vom Fass gab, war mit Sicherheit nicht der alleinig ausschlaggebende Faktor für die große Anzahl an Teilnehmern, dürfte jedoch mit Sicherheit ein zusätzlicher Anreiz für die feier- und tanzwütigen Mitglieder unserer MK gewesen sein. Auf alle Fälle zerstreuten wir Anwesenden im Laufe des Abends ziemlich nachdrücklich die Befürchtungen einiger, wir hätten zu viel Bier geordert …
Die Götter des Universums scheinen unserem Tun wohlgesinnt gewesen zu sein, da sie uns den ganzen Tag mit warmen trockenen Wetter belohnten. Bis in den späten Abend bzw. den anbrechenden Morgen sah man uns leicht bekleidet entweder tanzen oder auf unserer Terrasse chillen. Stone, unser GröVoZ und Führer in allen Dingen, schritt uns wie gewohnt mutig voran und riss uns alle mit, bis wir am Ende mehr oder weniger bei den Kriegstänzen der neuseeländischen Maori angekommen waren. Nichtsdestotrotz gelang es mir in gewohnter Weise, einige der anwesenden Damen mit meinen Discofox-Künsten zu beglücken. Trunken von Tanz und Alkohol sahen wir den Freuden des am anderen Tag geplanten Mai-Grillens entgegen…

Das Mai-Grillen: the day after...
Die Gaben der Götter sind immer reichlich… nur nicht immer in der gewünschten Art. Hätte man den wettertechnischen Absturz vom 30.04. zum 01.05. noch drastischer gestalten wollen, hätte es schon eines Schneesturms bedurft. Tanz in den Mai und Maigrillen 2017 Es stimmt einen schon nachdenklich, wenn man am Vortag im leichten Poloshirt bis in den späten Abend hinein draußen sitzt, nur um am nächsten Tag über dieses besagte Poloshirt noch einen Pullover und eine Regenjacke anziehen zu müssen, um nicht bis auf die Haut durchnässt zu werden bzw. zu erfrieren. So ergab sich ein weiteres Novum in der Vereinsgeschichte, das nämlich mehr Teilnehmer beim Tanz in den Mai dabei waren als beim eigentlichen Mai-Grillen. Die Anwesenden jedoch ließen sich vom Amoklauf des Wetter-Gottes ihre gute Laune nicht verderben. Unter Führung und sachkundiger Anleitung unseres Malermeisters Hartmut und unter Verwendung der in seinem Transporter vorhandenen Geräte und Materialien schreckten wir auch vor einem teilweisen Umbau der Grillhütte in Würges nicht zurück. Meterweise Klarsichtfolie sowie ein Heizlüfter verwandelten die zu Beginn kalte und zugige Grillhütte in ein gemütliches Nest. Sogar von unserer traditionellen Wanderung sowie dem obligatorischen Wander-Bier unter freiem Himmel ließen wir uns nicht abhalten.

Wäre unser diesjähriges Mai-Event eine Playlist, müsste Sie folgendermaßen lauten:
1. Auf der Reeperbahn nachts um halb eins...
2. Caribian Queen
3. Headbangers Ball
4. Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern…
5. Singing in the rain...

Mal sehen was das nächstjährige Mai-Event für uns bereithält… (Hoffentlich nicht „Schneeflöckchen, Weißröckchen“…).

© Ludwig Zrenner

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26.03.2017 - Jahreshauptversammlung


…oder: Friede, Freude, Eierkuchen im ICE-Tempo...

Jeder von Euch, der wie ich vor der MK Erfahrungen mit anderen Vereinen machen durfte, wird bestätigen können, dass sich in vielen Vereinen nicht selten die Jahreshauptversammlungen von offenen Feldschlachten lediglich im fehlenden Gebrauch tödlicher Waffen unterscheiden. Jahreshauptversammlung 2017 In diesem Zusammenhang habe ich unsere Jahreshauptversammlungen immer als Modell-Beispiel für ein kameradschaftliches und konstruktives Miteinander empfunden. Diesmal jedoch wurden sogar meine kühnsten Erwartungen in diese Veranstaltung übertroffen.

Dies begann bereits mit der Anzahl der teilnehmenden Vereinsmitglieder. 18 Teilnehmer bei etwas über 30 Vereinsmitgliedern ist – im Vergleich zu vielen anderen Vereinen – schon mal eine ordentliche Hausnummer. Trotz der üblichen, festen Programmpunkte einer jeden Jahreshauptversammlung, den ausführlichen und informativen Rechenschaftsberichten von Stone und Lunz sowie der anstehenden Neuwahl des kompletten Vorstandes war die Veranstaltung nach rekordverdächtigen zwei Stunden beendet – und das zu unser aller vollsten Zufriedenheit und ohne schlechten Nachgeschmack im Mund. Jahreshauptversammlung 2017 Und dabei handelte es sich nicht um eine reine, sinnentleerte Akklamations-Veranstaltung mit bereits feststehenden Ergebnis wie früher im real existierenden Sozialismus. Im Gegenteil, es wurden für die Zukunft der MK wichtige Themen angesprochen und diskutiert.
Zum einen war da die von Stone in seinem Rechenschaftsbericht aufgeworfene Frage nach der Zukunft der MK im Hinblick auf den Altersdurchschnitt der derzeitigen Mitglieder. Die Frage, ob wir in den nächsten Jahren aktiv in die Nachwuchsarbeit einsteigen, oder irgendwann in 20 oder 25 Jahren nach der Devise agieren: „der Letzte macht das Licht aus!“, wird mit Sicherheit nicht an den nächsten paar Monaten zu beantworten sein. Ergebnis der Aussprache zu diesem Thema war jedoch die beruhigende Gewissheit, dass Ideen zu diesem Thema vorhanden sind und auch Mitglieder (im Einzelnen Arthur, Conny und Michael) die sich für deren Umsetzung interessieren und engagieren wollen.
Zum anderen wird es nicht nur an der Basis, sondern auch an der Spitze unseres Vereins Veränderungen geben müssen. Wie Stone in seinem Rechenschaftsbericht ausführte, wird er aufgrund seiner nicht weiter aufschiebbaren Verpflichtungen im Rotary-Club für die nächste Wahlperiode als 1. Vorsitzender nicht mehr zur Verfügung stehen. Jahreshauptversammlung 2017 Wir werden uns wohl oder übel in den nächsten knapp zwei Jahren nach einem Nachfolger für ihn umsehen müssen. Und das wird nicht leicht werden... Stone hinterlässt sehr große Schuhe...
Dafür hinterließ Arthurs Bericht als Kassenprüfer bei uns das beruhigende Gefühl von Sicherheit und Kontinuität. Künftige Prüfer können sich entspannt zurücklehnen: bei einer Buchführung, wie Lunz sie betreibt, ist eine Kassenprüfung in etwa vergleichbar mit einem Elfmeter ohne Tormann… bei einem 30 m breiten und 20 m hohen Tor… ich sehe es kommen, dass Lunz irgendwann einmal anfangen wird, einige kleinere Unregelmäßigkeiten in seine Buchführung einzubauen, um künftige Prüfer nicht vollständig geistig zu unterfordern…
Wie immer kamen auch Ehrungen nicht zu kurz. Neben zwei neuen 25-Jährigen – Doc und Peter - sowie den „Üblichen Verdächtigen“ Ralf und Mario aus dem Wirtschaftsausschuss, deren unausgesetztes Wirken im Heimathafen überall mit Händen zu greifen ist, wurde vor allem Conni hervorgehoben, der sich ungeachtet seiner kurzen Mitgliedschaft quasi aus vollem Lauf in die Vereinsarbeit geworfen hat. Jahreshauptversammlung 2017 Während Doc und Peter wie gewohnt mit güldenem Geschmeide dekoriert wurden, gab es für unsere „Arbeitstiere“ jeweils 20-€-Gutscheine für den DMB-Onlineshop. Ebenso betonte Stone in seinem Rechenschaftsbericht, dass der „Heimathafen“ ohne die tausend kleinen Dinge, die Anne und Hartmut unsichtbar für uns alle im Hintergrund erledigen, nicht dasselbe wäre.
Die anstehende Neuwahl des Vorstandes stellte mich als Protokollanten schließlich vor eine enorm schwierige Aufgabe, lief sie doch schneller ab als ich sie protokollieren konnte. Das Ergebnis war jedoch für keinen der Anwesenden eine Überraschung: die altbekannte Vorstands-Mannschaft wird auch in den nächsten zwei Jahren dortselbst weiter ihr „Unwesen“ treiben.
Wie gesagt: nach schwindelerregenden zwei Stunden war die Veranstaltung beendet. Hätte der Wirtschaftsausschuss nicht in weiser Voraussicht rohes Fleisch und entsprechendes Grillgerät bereitgestellt, wir hätten aller Wahrscheinlichkeit nach nicht gewusst, wo wir mit unserem überschüssigen Tatendrang hätten hinsollen. So füllten wir denn unsere Bäuche mit Gegrilltem und unsere Hirne mit interessantem Gerede.

Wie gesagt: Jahreshauptversammlung in kurz, mit ohne Konflikte, bei gleichzeitiger Erledigung aller anstehenden Fragen und der beginnenden Auseinandersetzung über eine Zukunftsperspektive… sowas gibt’s halt nur bei uns. Doch wir wissen ja alle: MK Bad Camberg ist eben anders…

© Ludwig Zrenner

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25./26.02.2017 - Fastnacht in Bad Camberg


25.02. – Rekrutenumzug – eine esoterische Erfahrung

Nachdem sich Mario und ich am Morgen des Rekrutenumzugs mit einer kleinen Kaffee-Zeremonie und einem Chili aus rechtsdrehenden Kidney-Bohnen und freilaufendem Hackfleisch für die transzendentalen Ereignisse des Tages gestärkt hatten, hüllten wir uns in unsere Meditations-Kleidung, die nur ganz Unwissende als ehemalige Uniformteile identifiziert hätten, und begaben uns zum Sammelpunkt der geplanten, spirituellen Reise. Fastnacht Bad Camberg 2017 Bald schon stießen auch andere Menschen zu uns, deren Gewänder ihre beabsichtigte Suche nach sich selbst und innerer Einkehr stolz nach außen demonstrierten. Als sich unsere kleine Glaubensgemeinschaft, bestehend aus Stone, Hartmut, Lunz, Flori, Mario und mir versammelt hatte, reinigten wir unseren Geist vermittels gekühlten Hopfen-Tees von allen banalen Sorgen und Grübeleien des Alltags – was wir im weiteren Verlauf des Tages noch mehrfach wiederholten. Fastnacht Bad Camberg 2017 Währenddessen schalmeite uns aus einem von anderen Gläubigen mitgebrachten Musikgerät – getragen von betörender Musik – die Mantras des Tages entgegen: „Johnny Johnny Depp Depp Depp Johnny Johnny Depp….“ Während Mario, Lunz und ich noch darüber meditierten, ob wir auch dieses Jahr des letztjährigen Liedgutes mit dem zum Nachdenken anregenden Titel „Dicke Titten, Kartoffelsalat!“ teilhaftig werden würden, hieß es auch schon aufbrechen.
Unsere kleine Pilgerfahrt führte uns nicht über den Jakobsweg, den Himalaya oder zu den Ufern des heiligen Ganges, sondern nur mit der deutschen Bahn nach Idstein. Nichtsdestotrotz regte die vorbeiziehende Landschaft zu elementaren Fragestellungen an: „Wer bin ich? Was ist mein Platz auf dieser Welt? Wohin führt mich mein Weg? Und wird das mitgebrachte Bier reichen???“
Angespornt von meinen Mitreisenden erbot ich mich, unserer Gemeinschaft kühn vorauszueilen, um uns im Exerzitien-Haus „Ziegelhütte“ für das geplante Seminar „Bier – Königsweg der Erkenntnis“ Sitzplätze zu organisieren. Fastnacht Bad Camberg 2017 Wir hatten das unglaubliche Glück, das die diesjährige Cambergia sich zu uns an den Tisch gesellte und sich uns – nachdem wir sie uns mit bewußtseinserweiternden Substanzen namens „Klopfer“ gewogen gemacht hatten – als Mental-Couch zur Verfügung zu stellte. Angetan mit einem züchtigen, der Reinheit unserer Absichten angemessenen, tiefdekoltierten Mini-Kleid, dessen olive Farbe unsere Verbundenheit zu Mutter Erde symbolisierte, führte sie uns durch mehrere Bier- und Klopfer-Rituale und inspirierte uns durch Ihre moderne Interpretation antiker Tempel-Tänze, unsere bürgerlichen Zwänge abzulegen. Fastnacht Bad Camberg 2017 Mit durch Bier gereinigten Shakras und offenem Geist beteiligten wir uns schließlich am allenthalben um uns herum stattfinden, ekstatischen Treiben und feierten das Universum, unser Sein darin und die Tatsache, dass keiner von uns heute noch würde Autofahren müssen. Dahingleitend auf Bierdunst und den Schwaden der von uns dargebrachten Rauchopfer an die ewigen Götter verließen wir schließlich die „Ziegelhütte“, um unsere Erleuchtung in die Welt im Allgemeinen bzw. nach Bad Camberg im Besonderen zu tragen. Fastnacht Bad Camberg 2017
Dort angekommen erwartete uns bereits eine große Menschenmenge, dürstend nach Erfahrung und Erleuchtung. Eine tiefe Liebe zu allen Menschen ergriff von meinem Herzen Besitz – vor allem zu denjenigen, die mir ein Bier entgegenhielten. Nach einem kurzen Marsch durch die Stadt, währenddessen wir den Schaulustigen unser meditatives „Helau“ entgegenhauchten, versammelten wir uns im Festzelt, auf der Suche nach neuen Grenzerfahrungen.
Dort mussten wir jedoch schon sehr bald feststellen, dass der im Alltagstrott verhaftete, westliche Geist nicht in der Lage ist, in so kurzer Zeit eine derartige bewußtseinserweiternde Entwicklung – und die damit einhergehende, ständige Aufnahme bewußtseinserweiternden Substanzen - zu verkraften und zu verarbeiten. Daher beschloss unsere kleine Pilgergemeinschaft, den Weg der Erkenntnis am nächsten Tag fortzusetzen.

26.02. – Festumzug – „Mach laaaaaaaangsam…“

Leider mussten wir alle am nächsten Tag feststellen, dass sich die gestrige Erleuchtung unter dem Eindruck von Kopfschmerz und einem unerklärlichen, brennenden Durst-Gefühl verflüchtigt zu haben schien. Fastnacht Bad Camberg 2017 Zum Glück hatten wir von vornherein den Sonntag als eine einzige „Chill-out-Zone“ geplant. Im Vorfeld hatten zwar einige von uns das Fehlen von Inspiration und Motivation für den Wagen-Bau beklagt, angesichts unseres allgemeine Zustandes und der Tatsache, dass wir uns dank Nicht-Beteiligung am Umzug satte 2 Stunden später treffen konnten, wurde Allgemein von weiteren diesbezüglichen Beschwerden Abstand genommen. Fastnacht Bad Camberg 2017
Unseren vom vorherigen Tag verbliebenen Elan nutzen wir, um in Hartmuts Toreinfahrt Tische, Stühle und Grill aufzubauen und uns mental auf en Umzug vorzubereiten. Im Zuge dieser Einstimmung stellten wir freudig fest, das die von uns allen eingangs empfundene Alkoholunverträglichkeit zum Glück nur temporär war. Angesichts der Vorgänge des gestrigen Tages (Es wurden Gerüchte über Stürze und Bewußtlosigkeiten in Umlauf gebracht…) wurde „Mach laaaaaaangssam“ zum Leitspruch unseres Handelns, wobei ich doch zugeben muss, dass wir diesen vernünftigen Vorsatz nicht bis zum Ende des Tages durchhalten konnten. Angeregt durch neuerlichen Bierkonsum und gestärkt durch die leckeren Thüringer Bratwürste, die Babs und Mario organisiert hatten, erfreuten wir uns an einem entspannten Nachmittag, an dem wir den Fest-Umzug nur genießen konnten und nicht bereichern mussten.

© Ludwig Zrenner

Fastnacht Bad Camberg 2017

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