Logbuch




Über unsere zahlreichen Aktivitäten und Unternehmungen berichten wir regelmässig in unserem Bordbrief. Berichte von besonderen Aktivitäten und Ereignissen finden Sie hier im Logbuch.

Ältere Artikel (seit 2009) finden Sie in unserem Archiv.

Besonders wichtig sind unserem Verein und dem gesamten Verband die beiden Ehrenmäler der Marine: Marine-Ehrenmal Laboe und U-Boot Ehrenmal Möltenort

30.09.2018 - Shantychor Wilhemshaven in Bad Camberg


Ein tollen Stammtisch erlebten wir Ende September. Nicht nur, daß uns unser Smut aus Gütersloh besuchte und die im Oktober letzten Jahres von der "Alten Liebe" in Cuxhaven erworbenen Dekomaterialien mitbrachte.

Höfefest 2018 Es war auch noch so ein toller, sonniger Tag, daß wir es uns bei leckerem Grillgut und kühlen Getränken verdammt gut gehen liessen.

Der krönende Abschluß folgte dann am Nachmittag: der Shantychor aus Wilhemshaven war zu Gast in Bad Camberg. Das liessen wir uns natürlich nicht nehmen! In der Pause hatten wir dann auch Gelegenheit einige der Chormitglieder kennen zu lernen und Ihnen ein Andenken an die MK Bad Camberg zu überreichen.

Die Jungs von der Küste begeisterten das Publikum mit tollen Songs von Meer, Wind und fernen Ländern. So fand der Sonntag einen sehr harmonischen Ausklang.

Shantychor Wilhelmshaven

"... Nach dem Motto „wer rastet der rostet“ werden immer wieder neue Lieder einstudiert und dann in einem neuen Musikprogramm vorgestellt. Die etwa 150 Lieder des Chores müssen ständig überarbeitet werden. Als Shantychor der Marinekameradschaft von 1894 will der Shanty-Chor sein Publikum immer wieder mit auf eine neue Reise nehmen. Nach dem Motto: Wolken, Wind und Wogen können die Zuhörer von Seefahrt, fremden Ländern, von der weite des Meeres, von Sonnenuntergängen träumen.
Die wunderbare Kameradschaft innerhalb des Chores, die Freude am Maritimen Liedgut, die Begeisterung der Zuschauer und Zuhörer lassen die Belastung eines Chorjahres spurlos vorrüber ziehen. ..."
© Reinhard Eiben

Mehr zum Shantychor Wilhelmshaven finden Sie hier.

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04./05.08.2018 - Höfefest 2018 in Bad Camberg


…oder: Blut, Männerschweiß und Tränen…

Höfefest 2018 Leider sind meine Kenntnisse über Fußball und die dazugehörige Terminologie nur sehr rudimentär ausgeprägt. Doch ich glaube, mich erinnern zu können, dass Spiele bei zu ho-hen Außentemperaturen oft mit dem Begriff „Hitzeschlacht“ bezeichnet wurden. Rückbli-ckend kann man wohl sagen, dass das diesjährige Höfefest in Bad Camberg, zumindest aus unserer Sicht, die Voraussetzungen für diesen Begriff erfüllen würde…

Höfefest 2018 Allein den Aufbau und die Dekoration unseres Hofes beschreibt man am besten damit, dass im Verlauf unserer Arbeiten unsere vertrockneten Kehlen mit einer nicht mehr re-konstruierbaren Menge an Mineralwasser geflutet wurden („trinken“ kann man das wohl nicht mehr nennen… Auch „saufen“ wird diesem Vorgang aus meiner Sicht nicht mehr wirklich gerecht...). Ohne unseren Zuchtmeister Lunz, der auch angesichts der eigenen, mehr als sichtbaren Erschöpfung uns zum Weiterarbeiten angetrieben hat, wäre wohl das Vorhaben „Höfefest 2018“ bereits am Tag davor kläglich gescheitert. Nachdem wir uns mit Müh und Not durch die notwendigen Vorbereitungen geschwitzt hatten, lockten zum Abend hin einige heiße Würstchen und Steaks nebst den obligatorisch dazugehörenden, kalten Bieren.

Der darauffolgende Samstag war im wahrsten Wortsinn ein Tag voller Heldentaten! Wie hoch die Temperaturen in unserem Hof waren, möchte ich gar nicht wissen. Jedenfalls stand die Luft, und ich weiß nur, dass ich um jeden Menschen froh war, der etwas schnel-ler mir vorbeiging, da dadurch meinen Waden ein wenig Kühlung zugefächelt wurde! Zum Glück war mein Posten an diesem Tag hinter der Theke gut von einem Sonnenschirm be-schattet und notwendigerweise sehr nahe an der Zapfanlage fürs Bier! Dem interessierten Leser kann ich mitteilen, dass das persönliche Hitze-Empfinden ab einer gewissen Höhe mit Wasser nicht mehr effektiv bekämpft, sondern nur noch mit Alkohol betäubt werden kann!

Wir alle, ob vor oder hinter den Theken, taten im Schweiße unseres Angesichts unsere Pflicht. Den Platz eins unter den Höfefest-Helden 2018 nimmt jedoch unangefochten un-ser Heiko ein! Anders als dem Rest von uns, die wir „nur“ unter den sengenden Sonnen-strahlen schwitzten, durfte er sich noch in Gestalt seines Grills an einer zusätzlichen Wärmequelle erfreuen! Am Ende dieses Tages waren ihm die zusätzlichen Strapazen mehr als deutlich anzusehen!

Höfefest 2018 Würde man versuchen wollen, neben „Hitzeschlacht“ eine zusätzliche Beschreibung des diesjährigen Höfefest ist zu finden, wäre wohl „Auf der Suche nach Besuchern“ ziemlich zutreffend. In der Tat fanden bis zum Beginn der Livemusik lediglich zwei Handvoll ver-sprengter Besucher den Weg in unseren Hof, deren offenkundiges Leiden unter den Au-ßentemperaturen wir durch Speis und Trank zu lindern versuchten. Anfangs vermuteten wir noch, dass die Negativ-Propaganda und Benachteiligungsaktionen, denen wir seitens der Organisatoren des Höfefests schon länger ausgesetzt sind, wohl nun endlich Früchte getragen hätten. Doch die Aussagen unserer spärlichen Besucher gingen eher in die Rich-tung, dass sie zu uns in den Hof gekommen wären, da in den übrigen Höfen noch weniger los sei! Es sei einfach zu heiß! Am darauffolgenden Sonntag konnte ich mich bei meinem Gang über das restliche Höfefest davon persönlich überzeugen! Ich für meinen Teil hätte jedenfalls niemals geglaubt, mal an einer Veranstaltung teilzunehmen, die an zu gutem Wetter gescheitert ist!

Der Samstagabend jedoch endet der einigermaßen versöhnlich, da mit Einsetzen der Livemusik es doch so manchen hartgesottenen Höfefest Besucher in unserem Hof zog. Ein nicht unwesentlicher Faktor dürfte hierbei gewesen sein, dass die für den Amthof ange-sagte Liveband kurzfristig ihren Auftritt wegen Erkrankung des Leadsängers absagen muss-te. In diesem Zusammenhang muss noch ein pikantes Detail erwähnt werden: noch WÄH-REND ihres Auftritts wurde unsere Liveband „Fisherman’s Friends“ von den Organisatoren der Veranstaltung im Amthof angesprochen, ob sie nicht nächstes Jahr bei ihnen spielen wollten!! Deren Leadsänger wies jedoch dieses Ansinnen zurück mit dem Hinweis darauf, dass es ihnen bei uns im Hof besser gefiele und sie auch nächstes Jahr wieder hier spielen wollten.

Höfefest 2018 Aufgrund der sehr geringen Besucherzahlen wird finanziell bei diesem Höfefest laut ersten Aussagen von Lunz vermutlich eine ziemlich harte, schwarze Null rauskommen (Wobei ein erheblicher Teil der Einnahmen hierbei von den Vereinsmitgliedern selbst generiert wor-den ist).

Dieses Jahr gilt der Dank ganz besonders allen Helden der Hitzeschlacht, die keine Zeit und Mühen gescheut haben, um unsere Veranstaltung zu unterstützen, bzw. an alle, die ihre vereinszugehörigen Ehe- oder sonstigen Lebenspartner für dieses Wochenende dem Vereinszweck großzügig zur Verfügung stellten. Und traditionell geht auch dieses Jahr wieder der Aufruf an alle übrigen Vereinsmitglieder: Reiht Euch ein! Je mehr von uns da sind, umso weniger Arbeit ist es für den Einzelnen!



© Ludwig Zrenner

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16.06.2018 - Südgruppenschiessen 2018


…oder: von Amazonen bezwungen…

Das Südgruppenschiessen war und ist eine der traditionellen Veranstaltungen in der Süd-gruppe des Landesverbandes Hessen. In der Vergangenheit konnten die Schützen der Ma-rinekameradschaft Bad Camberg hier einige glorreiche Triumph erzielen. In letzter Zeit wurde es um die Veranstaltung aufgrund organisatorische Schwierigkeiten leider ein we-nig ruhig. Auch konnten wir uns an diesen Aktionen in den letzten Jahren nicht beteiligen, da der Termin stets auf unser traditionelles Mai-Grillen fiel.

Suedgruppenschiessen 2018 Dieses Jahr hatte der Südgruppenleiter Karl-Heinz Nothaft ein Einsehen und verlegte das Schießen in den Juni, worauf sich fast spontan in der Marinekameradschaft Bad Camberg eine Truppe zusammenfand, um daran teilzunehmen! Dank der Kontakte von Conni konn-ten wir unser Training im Schützenverein „Roland“ in Eisenbach absolvieren, was für sich allein schon eine Riesen-Spaß war. Vor allem kristallisierten sich dabei in Person von Ralf und unserem Neumitglied Christian neben den üblichen Verdächtigen auch zwei unerwartete, neue Schützen-Talente heraus.

Suedgruppenschiessen 2018 Die Veranstaltung selbst, am 16.06.2018 durchgeführt im Schützenverein Assenheim, ge-staltete sich sehr angenehm und entspannt, vor allem durch die herzliche und freundliche Aufnahme der dortigen Schützenbrüder. Da wir mit einem Mann mehr als der erforderli-chen Vierergruppe angereist waren, und eine MK leider ein Mann zu wenig hatte, erklärte sich Ralf dankenswerterweise bereit, für Sie als Gastschütze einzuspringen.

Durch kalte Getränke und einen Imbiss gestärkt warfen wir Marine-Sniper uns voller Eifer ins Gefecht und taten unser Bestes. Zugegebenermaßen war Peter‘s und mein „Bestes“ nicht ganz das, was wir während des Trainings geleistet hatten. Aber wenn auch ziemlich schnell klar war, dass wir die führende MK wohl nicht würden einholen können, so stan-den wir doch bis fast gegen Ende auf einen ziemlich soliden zweiten Platz. Dies verleitete mich, unseren Vizemeister Titel noch vor dem Antritt der letzten Mannschaft in die Welt hinaus zu posaunen.

Suedgruppenschiessen 2018 Hierbei zeigte sich wieder einmal wie so oft im Leben, dass man das Fell des Bären nicht verteilen sollte, solange die noch nicht erlegt hat! Die letzte Mannschaft war nämlich eine reine Damenmannschaft der im MK Bad Homburg. Diese wilden Amazonen griffen jedoch beherzt zu den Waffen und schossen uns mal eben von unserem zweiten Platz weg. Glück-licherweise zogen sie sehr deutlich an uns vorbei und ersparten uns die Peinlichkeit, uns immer wieder fragen zu müssen, ob nicht die ein oder zwei Ringe mehr doch noch drin gewesen wären. Ein kleiner Triumph wurde uns dennoch zuteil, da unser Conni als bester und Ralf als drittbester Einzelschütze ausgezeichnet wurde.

Suedgruppenschiessen 2018 Nichtsdestotrotz beschlossen alle anwesenden Schützen, dass wir uns auf alle Fälle nächs-tes Jahr wieder beteiligen wir haben, und dass wir bereits dieses Jahr mit einem regelmä-ßigen Training beginnen wollen. Unser Ehrgeiz ist geweckt, das Wild ist auf, und nächstes Jahr gehört der Pott wieder uns!

Auch hier wieder der Satz und bekannte Aufruf an alle Mitglieder: beteiligt euch! Viel-leicht kriegen wir nächstes Mal sogar zwei Mannschaften zusammen, was natürlich unsere Siegeschancen enorm erhöhen würde…



© Ludwig Zrenner

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11.02.2018 - Fastnachtsumzug


…oder: Wie ich mich konsequent dem närrischen Treiben verweigerte…

Ihr kennt das sicher: Manchmal hat man einfach keine Lust!

Handkarrenumzug 2018 Anfang dieses Jahres stellte sich wieder die Frage, ob sich unser Verein am Fastnachts-Sonntag am traditionellen Handkarrenumzug in Bad Camberg beteiligen sollte. Unser GröVoZ Stone gehörte zu den eifrigen Befürwortern einer solchen Beteiligung, während ich überlegte, mich nicht nur am Umzug, sondern auch grundsätzlich an allen irgendwie mit Fastnacht in Verbindung stehenden Aktivitäten NICHT zu beteiligen. Irgendwie war mir nicht danach, und für den Wagenbau und den Umzug selbst hatte ich auch irgendwie keine Zeit und überhaupt… Dementsprechend abweisend positionierte ich mich auf der vorletzten Vorstandsitzung und fuhr mit dem sicheren Gefühl nach Hause, meinen Willen durchgesetzt zu haben, wie es sich für einen richtigen Kerl gehört.

Handkarrenumzug 2018 Um dennoch Mitstreiter für seinen Plan zu gewinnen, führte Stone im Rahmen eines Bordabends eine spontane Befragung der anwesenden Mitglieder durch. Mich ging das ja gar nichts mehr an, da ich meinen (Un-)Willen bereits Kund getan hatte… bis ich etwas irritiert den Umstand registrierte, dass ich den Arm erhoben sprich irgendetwas zuge-stimmt hatte. Im Nachgang stellte sich heraus, dass allerdings die vorausgegangene Frage von Stone „Aber wenn wir teilnehmen, gehst Du trotzdem mit, oder?!“ war. Wieder ein-mal stellte ich fest, dass unser Stone über enorme Überzeugungskraft verfügt. Nichtsdes-totrotz schaffte ich es, zumindest beim Bautag NICHT zu erscheinen, um zumindest den Hauch meines Gesichts zu wahren.

Handkarrenumzug 2018 So stand ich denn am 11.02. vormittags in meiner mittlerweile traditionellen Kostümie-rung im Vereinsheim und schalt mich einen rückgradlosen Wurm, da ich mich wieder ein-mal hatte breitschlagen lassen. Einen subtilen Protest am um mich herum stattfindenden Treiben konnte ich mir dann doch nicht verkneifen: Da ich nicht vorhatte, dieses Jahr Ka-mellen zu werfen, bemächtigte ich mich unseres Motiv-Wagens und spannte mich gleich-sam selbst ins Joch.

Handkarrenumzug 2018 Dieser Zustand dauerte etwa 5 Minuten, danach beschloss ich, dass ich – wenn ich nun schon mal da bin – nun auch Spaß haben könnte. Die ausgelassene Stimmung meiner ma-ritimen Mitstreiter sowie des sonstigen närrischen Volkes entzündeten dann doch auch in mir eine angemessene, fastnächtliche Stimmung (Überdies fand die eine oder andere Bierdose meine Hand bzw. deren Inhalt meinen Mund, was die Feierlaune durchaus wei-ter befeuerte…). Das Wetter war zwar nicht ganz so prickelnd, aber wann hätten uns sol-che Kleinigkeiten schon mal davon abgehalten, zu feiern und Spaß zu haben! Und auch sonst hielten wir es mit der Tradition: spätestens am Eingang der Bad Camberger Altstadt hatten wir wurfmaterialtechnisch WIEDER EINMAL unser gesamtes Pulver verschossen, obschon uns die ebenfalls traditionellen, mahnenden Worte des GröVoz („Denkt an die Altstadt!“) gebetsmühlenartig in den Ohren schallten (Kleiner Tipp an Stone: Versuchs doch mal mit „Werft alles raus, bis zur Altstadt muss der Kram weg sein!“, vielleicht hilft das ja was – Stichwort „Paradoxe Intervention“…). Andererseits dünkte es uns schon sehr merkwürdig, dass einige teilnehmende Gruppen am finalen Sammelpunkt nach dem Um-zug noch einiges an Wurfmaterial übrighatten. Die einzig halbwegs logische Erklärung war, dass diese Gruppen wohl erst in der Altstadt mit werfen begonnen haben mussten.

Handkarrenumzug 2018 Bei der üblichen After-Show-Party im Vereinsheim zog ich Resümee: Es hätte besser gar nicht laufen können! Schließlich kam ich mit schlechter Laune und ging mit guter. Daher kann ich allen unseren Mitgliedern, die dieser oder anderen MK-Aktivitäten skeptisch ge-genüberstehen, nur empfehlen: Auch wenn Ihr Zweifel habt, ob eine Veranstaltung was für Euch ist – einfach hingehen und machen!



© Ludwig Zrenner

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